Orangen

Hauptlieferant der bei uns konsumierten Orangen-Erzeugnisse ist Brasilien. Die Orangen  werden auf Plantagen von Tagelöhnern per Hand geerntet. Sie erhalten bei einer Pflückleistung von bis zu 2.000 Kg Orangen pro Tag umgerechnet vier bis sechs Euro. Gearbeitet wird 10 bis 14 Stunden am Tag. Beim Ernten mit bloßen Händen kommen die PflückerInnen in Kontakt mit den Pestiziden, mit denen die Orangen besprüht wurden. Vergiftungen sind nicht selten. Weil die ArbeiterInnen so wenig verdienen, gehen auch oft ihre Kinder Orangen pflücken statt zur Schule. Durch das Tragen schwerer Säcke mit den Früchten kommt es zu bleibenden Schäden an der Wirbelsäule.

Bananen

Mehr als 85 Länder sind an der Bananenproduktion beteiligt. Mehrere Millionen Menschen leben von ihrem Handel. Um die Nachfrage zu befriedigen, werden Bananen in großem Stil für den Export in die Industrieländer angebaut. Die ökologischen und sozialen Folgen des Plantagenanbaus bleiben in den Erzeugerländern.

Die Arbeit auf den Plantagen ist hart und schlecht bezahlt. Da Schutzmasken und -anzüge fehlen, sind die ArbeiterInnen Pflanzenschutzmitteln direkt ausgesetzt. Erkrankungen der Atemwege, der Haut, der Nerven und Augen, Unfruchtbarkeit, Krebs, Missbildungen bei ihren Kindern und akute Vergiftungen sind Folgen des regelmäßigen Umgangs mit den Giften.

Mangos

Hierzulande entdecken immer mehr Menschen die Mango; sie schmeckt und hat einen hohen Vitamingehalt. In ihren Herkunftsländern wie etwa den Philippinen hat die Mango jedoch einen bitteren Beigeschmack. Oft kontrollieren wenige Großhändler den Markt und kaufen die Mangos billigst auf und treiben so vor allem Kleinbauern und ihre Familien in die Armut. Armut gilt als eine der Hauptursachen für einen boomenden Industriezweig der besonders perfiden Art: Laut UNICEF werden weltweit ca. 3-4 Mio. Kinder und Jugendliche in die kommerzielle sexuelle Ausbeutung gezwungen, auf den Philippinen schätzt man ihre Zahl auf ca. 100.000.

Alternativen

Alternativen bieten ökologischer Anbau und Fairer Handel. Öko-faire Früchte findet man im Sortiment von hiesigen Supermärkten, Weltläden, Bioläden und Reformhäusern.

Infos

www.banafair.de
www.makefruitfair.de
www.preda.org

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