Fisch und Meeresfrüchte

Fische, Krebstiere, Muscheln und Algen sind gesund und unverzichtbar für die Ernährung einer wachsenden Weltbevölkerung. Doch Fischfang ohne Augenmaß lässt Fisch zur Mangelware werden. 80 Prozent der kommerziell genutzten Fischbestände weltweit, darunter beispielsweise Thunfisch, Rotbarsch oder Kabeljau, sind bereits überfischt.

Seit Ende des 20. Jahrhunderts ist die Aquakultur – die Haltung und Nachzucht von wasserlebenden Tier- und Pflanzenarten – der Lebensmittelsektor mit dem schnellsten Wachstum. Jeder dritte Fisch, der weltweit verzehrt wird, stammt mittlerweile aus einer Fischfarm.

Mit diesem rasanten Wachstum sind aber auch negative Folgen verbunden: Nicht artgerechte Haltung, massiver Einsatz von Chemikalien und Antibiotika, Abholzung der wertvollen tropischen Mangrovenwälder zur Anlage von Shrimpsteichen und die Überdüngung natürlicher Gewässer durch Abwässer von Fischfarmen sind nur einige davon.

Aquakulturen verursachen nicht nur große Umweltschäden. Durch die Zuchtanlagen entfallen bisherige Erwerbsquellen und Menschen sind dann gezwungen, in den Fischfarmen zu arbeiten, oft unter prekären Bedingungen.

Alternativen

Es gibt Fischarten, die guten Gewissens vertrieben, gekauft und zubereitet werden können. Hier hilft dem Verbraucher ein Blick auf Bio-Siegel wie „Naturland“ und „Bioland“, die es inzwischen auch für Zuchtfisch gibt. Auch das blaue Siegel des MSC (Marine Stewardship Council) steht für umweltbewussten und nachhaltigen Fischfang.

Indem wir Verbraucher nachfragen, woher der angebotene Fisch kommt, und uns verantwortungsbewusst entscheiden, verändert sich das Angebot und damit auch die Fischereipolitik.

Infos
www.bioland.de
www.greenpeace.org
www.msc.org/de
www.naturland.de
www.wwf.de

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