02.05.2017

UN-Deklaration für die Rechte von Kleinbäuerinnen und Kleinbauern

Der internationale Tag des kleinbäuerlichen Widerstandes (17. April) stand in diesem Jahr im Zeichen der Rechte von Kleinbauern und Kleinbäuerinnen. Obwohl sie 70 Prozent der weltweiten Nahrungsmittel produzieren, haben sie oft selbst nicht genug zu essen: 50 Prozent der weltweit 800 Millionen Hungernden sind Kleinbauern.

In einem breiten Bündnis haben Menschenrechtsorganisationen an die Bundesregierung appelliert, die Erarbeitung einer UN-Deklaration zur Stärkung ihrer Rechte konstruktiv zu unterstützen. Die Lebensgrundlagen und Rechte von Bauern werden zunehmend durch Agrarkonzerne und Regierungen bedroht und verletzt. Der aktuelle internationale Rechtsrahmen reiche nicht aus, um Kleinbauern vor diesen Bedrohungen ihrer Lebensgrundlage zu schützen.

Eine internationale Bewegung für die Rechte von Kleinbäuerinnen und Kleinbauern fordert die EU und ihre Mitgliedstaaten dazu auf, sich konstruktiv an der Ausarbeitung der "UN-Deklaration für die Rechte von Kleinbäuerinnen, Kleinbauern und anderen Personen, die in ländlichen Regionen arbeiten" zu beteiligen. Mit dieser Deklaration soll ein internationales Menschenrechtsinstrument geschaffen werden. Im Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen arbeitet eine Arbeitsgruppe seit 2012 daran. Sie wurde vor über 15 Jahren von der globalen bäuerlichen Bewegung La Via Campesina angestoßen. Die nächste Sitzung dieser UN-Arbeitsgruppe findet vom 15.- 19. Mai 2017 in Genf statt. Um ihrer Forderung Nachdruck zu verleihen, haben die Organisationen eine Online-Petition gestartet. Zur Peititon geht es hier: peasantsrights.eu

 

 

geschrieben von: Nord Süd Forum
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