26.03.2018

Smartphones haben verheerende Umweltauswirkungen

Im Jahr 2040 werden Smartphones die gravierendste Gefahr für unsere Umwelt darstellen, lautet das Ergebnis einer Studie von Lotfi Belkhir, Forscher an der W Booth School of Engineering Practice and Technology http://eng.mcmaster.ca.

Gemeinsam mit seinem Kollegen Ahmed Elmeligi analysierten die Wissenschaftler den Kohlenstoff-Fußabdruck von Geräten der Informations- und Kommunikationstechnik (IuK), wie Handys, Laptops und Tablets, sowie die notwendige Infrastruktur, die unter anderem Datenzentren und Funk- sowie Sendeanlagen umfasst. Bei einem derzeitigen Wachstum der IuK von 1,5 Prozent jährlich, wird die Telekommunikationsbranche laut der Studie bis zum Jahre 2040 für 14 Prozent aller Emissionen verantwortlich sein. "Bei jeder SMS, jedem Telefonat und bei jedem Up- oder Download eines Videos ist ein Datenzentrum eingeschaltet, das diese Kommunikation ermöglicht", erläutert der Forscher. Netzwerke und Datenzentren hätten demzufolge einen gigantischen Energieverbrauch. Der Strom komme meist aus fossilen Kraftwerken. "Es ist ein Energieverbrauch, den wir nicht sehen", so Belkhir.

Zudem werden Handys ab dem Jahr 2020 die meisten Emissionen verursachen. Zwar ist ihr Energieverbrauch während der Nutzung nur gering, 85 Prozent der Gesamtemissionen fallen aber beim Abbau von seltenen Rohstoffen für die Handyproduktion an. Zudem haben Smartphones eine kurze Lebensdauer, sodass in schneller Folge neue Geräte produziert werden müssten.

Positive Aspekte dieser Entwicklung sehen die Wissenschaftler hingegen bei der vermehrten Verwendung von erneuerbaren Energien durch Google und Facebook.

Quelle: http://www.umweltruf.de/2018_PROGRAMM/news/news3.php3?nummer=1692

geschrieben von: NoSFo
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