11.04.2016

Schuften für den Weltmarkt: Ausbeutung und Abhängigkeit in der Lieferkette von Orangensaft

Im Juli 2015 wurde in Atibai, Brasilien, das OrangensaftNetzwerk als Vernetzungsplattform aller ArbeiterInnen in der Saft-Wertschöpfungskette gegründet. Im April ist nun eine Delegation aus Brasilien in Deutschland, die auf die prekäre Situation der ArbeiterInnen aufmerksam machen will, um endlich Verbesserungen zu erzielen.

Am 12. April macht die Delegation Station in München:
Mara Lúcia Lira (CONTAC-CUT) arbeitet im TIE-Netzwerk und koordiniert die internationale Solidaritätsarbeit in der Saftlieferkette. – João Marostega (CUT) arbeitet in einer Fabrik von Cutrale, die Saftkonzentrat herstellt.

Alcimir Antonio de Carmo (FERAESP) setzt sich für Nachhaltigkeit im Zucker- und Orangensektor ein. Brasilien ist nicht nur der größte Orangensaftlieferant, sondern weltweit auch der größte Produzent von Zucker und Ethanol.

Abel Barreto (FERAESP): „Es ist eine Schande in einem reichen Land zu leben, unter den sechs weltweit stärksten Wirtschaften, voll mit Menschen in Armut und Sklaven. Ich bin seit meinem 8. Lebensjahr Landarbeiter.“ Die an diesem Abend präsentierten Informationen überden Anbau der Orangen bis hin zum Verkauf des Saftes stellt die ganze Lieferkette transparent dar und beleuchten das, was die LebensmitteleinzelhändlerInnen hier in Deutschland nur zu gerne vertuschen: Abhängigkeiten und Ausbeutung.

Weitere Infos gibt es hier.

Dienstag, 12.4.16, 19:00 Uhr
Evangelisches Migrationszentrum, Bergmannstrasse 46, München
Ort: Evangelisches Migrationszentrum, Bergmannstrasse 46, München

geschrieben von: NoSFo
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