14.02.2016

Happy Valentine´s day???

Fast die Hälfte der in Deutschland verkauften Schnittblumen kommt von Plantagen aus Entwicklungsländern und wird über holländische Großhändler importiert.
In der Blumenindustrie sind hauptsächlich weibliche Arbeitskräfte mit geringen Bildungschancen beschäftigt, was sie alles in allem in eine unsichere und abhängige Position setzt.

 

Besser: Fairtrade!

Fairtrade schützt die Rechte von Beschäftigten auf Blumenfarmen und stärkt sie langfristig.

Aber auch bei Faritrade-Blumen raten wir zur Vorsicht! Die Gesellschaft für bedrohte Völker e.V. macht darauf aufmerksam, dass sich hinter der hübschen Fassade mancher Fairtrade-Rose in Wahrheit  brutale Landvertreibungen verbergen:
 „Rund 150.000 Oromo haben durch die Vertreibung bereits ihr Zuhause verloren. Seit November 2015 starben bei der blutigen Niederschlagung verzweifelter Proteste mehr als 140 Menschen. Viele der Toten waren junge Leute, Studenten, die über den Landraub empört waren. Hunderte Oromo wurden verhaftet und verschwanden spurlos.“

 

Am Besten: Regionale Blumen!

Und auch Fairtrade verhindert nicht, dass die Blumenproduktion mit ihrem hohen Bedarf an Wasser und Pestiziden die Gewässer und Böden vor Ort belasten und lange Transportwege erzeugt. Auch Blumen mit dem Fairtrade-Siegel stammen aus Ländern, in denen ein ausreichender Zugang zu sauberem Trinkwasser nicht gewährleistet ist.

Warum also nicht regional? Wer genau hinsieht, findet auch Mitte Februar schon die ersten Blüten im Garten - denn wer sagt, dass es am Valentinstag unbedingt Rosen sein müssen?
Wie wär´s dieses Jahr also mit Schneeglöcken, Krokos & Co als Geschenk? Wenn ihr Zwiebeln zum einpflanzen für den Garten oder Park kauft, macht ihr eurem Schatz auch langfristig eine Freude - und habt gleich euer Geschenk für die nächsten Jahre gesichert, denn diese Blumen blühen jedes Jahr aufs Neue!

geschrieben von: NoSFo
zurück zur Übersicht