20.03.2018

Für Ostern: Wenn Fisch, dann nachhaltig und bewusst

Vor allem vor und um Ostern erfreut sich Fisch in der christlichen Welt an hoher Beliebtheit. Während Fleisch während der Fastenzeit nicht auf den Tisch gehört, ist Fisch aktzeptiert. Dies lässt die Nachfrage nach Fisch, sowie zugleich den Fischfang in die Höhe schnellen. Ein verantwortungsvoller Konsum scheint durch die weit verbreiteten und gut gemeinten Zertifizierungen möglich, scheitert aber meist an der Realität: Weltmeere werden weiterhin hemmungslos leergefischt, wobei die Bestände und die Artenvielfalt abnehmen.

Selbst das anspruchsvolle MSC-Siegel, dass unter anderem von der Umweltorganisation WWF mitvergeben wird, muss sich von mehreren Seiten Kritik gefallen lassen. Einerseits sind Regularien für Fangmethoden- und mengen vorhanden, die aber andererseits von Kritikern als faule Kompromisse zwischen nachhaltigen Fangmethoden und Forderungen der Wirtschaft bezeichnet werden.
Für die Wirtschaft ist die Auszeichnung ihrer Waren mit den Zertifizierungen von hoher Bedeutung, da auf dieser Weise höhere Preise für ihre Produkte erzielt werden können.

Der aktuellen Lage nach zu urteilen reichen Umweltzertifizierungen nicht aus, um die Reduzierung der Fischbestände zu verhindern und um mit gutem Gewissen Fisch zu kaufen. Dem entgegen zeigt der Greenpeace Einkaufsratgeber Fisch, welche Fischprodukte bedenkenlos gekauft werden können und von welchen man besser die Finger lassen sollte. Der Einkaufsratgeber ist online, als App, sowie in ausgedruckter Form kostenlos über Greenpeace erhältlich (https://www.greenpeace.de/themen/meere/fischerei/einkaufsratgeber-fisch).

Grundsätzlich ist aber ein bewusster Konsum in Form von 1x Meeresfisch pro Monat die einzige Alternative um Fischbestände zu erhalten und eine faire und nachhaltige Fischerei zu ermöglichen.

 

 

geschrieben von: NoSFo
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