Fairer Handel – Das Prinzip

Fairer Lohn für faire Arbeit

Menschen wollen mit ihrer Arbeit zumindest so viel verdienen, dass sie davon leben können. Oft liegt es an ungerechten Handelsstrukturen, wenn Menschen trotz harter Arbeit kaum überleben können.

Drei Säulen des Fairen Handels

Ökonomie: stabile Mindestpreise, langfristige Handelsbeziehungen, Vorfinanzierung
Ökologie: umweltschonender Anbau, Förderung des Bio-Anbaus ohne Gentechnik
Soziales: menschenwürdige Arbeitsbedingungen, keine illegale Kinderarbeit, keine Diskriminierung

Fairer Handel steht für Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit

Durch faire Löhne und langfristige Handelsbeziehungen wird den Produzenten eine menschenwürdige Existenz aus eigener Kraft ermöglicht. Dabei steht der Mensch im Mittelpunkt:
Eine eigens ausgezahlte Fair-Trade-Prämie hilft Bildung, Gesundheitsschutz, Gleichberechtigung und Frauenrechte zu verbessern. Das Fairtrade-Siegel erhält derjenige, der die Standards der Dachorganisation Fairtrade Labelling Organizations, FLO, einhält.

Fairer Handel – damals und heute

Die zunehmende Erkenntnis, dass der Reichtum der industrialisierten Länder auf der Armut und der Ausbeutung der Bevölkerung sog. Entwicklungsländer beruhte, war der Ursprung der Fairtrade-Bewegung. Getragen von kirchlichen Hilfswerken, motivierten Jugendverbänden und Aktionsgruppen entstanden „DritteWelt-Läden“ mit einem handfesten alternativen Handelsmodell.
Die Jutetasche aus Bangladesch („Jute statt Plastik“) war das Symbol für diese Bewegung der 70er und 80er Jahre. Inzwischen ist der Faire Handel aus der Nische herausgetreten. An über 50.000 Verkaufsstellen in Deutschland werden Produkte des Fairen Handels angeboten.